Digitalisierungsindex

Unternehmensintern

Prozesse

Digitale Vernetzung

Reifegrad Prozesse

Produkte

Rein digitale Produkte

Produkte mit digitalen Komponenten

Geschäftsmodelle

Digitale Beschaffungskanäle

Digitale Absatzkanäle

Digitale Geschäftsmodelle

Qualifizierung

Weiterbildung IT-Fachkräfte

Weiterbildung IT-Anwendende

Beschäftigung in Digitalisierungsberufen

Forschungs- und Innovationsaktivitäten

FuE-Ausgaben Unternehmen

FuE-Personal Unternehmen

Digitalisierungsaffine Patente Unternehmen


Unternehmensextern

Technische Infrastruktur

Breitbandverfügbarkeit Haushalte

Breitbandverfügbarkeit Gewerbe

Festnetz- und Internetpreis

Mobilfunkpreis

Administrativ-rechtliche Rahmenbedingungen

Öffentliche Onlinedienste

Öffentliche Onlineformulare

Gesellschaft

Twitter-Meldungen mit Digitalisierungsbezug

Zeitungsartikel mit Digitalisierungsbezug

Mobile Internetnutzung

Datenvolumen mobil

Datenvolumen kabelgebunden

Nutzung Soziale Medien

Nutzung E-Commerce

Humankapital

Fachkräftelücke in Digitalisierungsberufen

IT-Absolventen

Auszubildende in Digitalisierungsberufen

Innovationslandschaft

Wissenschaftliche Publikationen mit Digitalisierungsbezug

FuE/-Innovations-Kooperationen

Digitale Startups

FuE-Ausgaben Bund und Länder

Digitalisierungsaffine Patente Natürliche Personen

FuE-Personal Wissenschaftliche Einrichtungen

Digitalisierungsaffine Patente Hochschulen

Wie digital fortgeschritten ist die deutsche Wirtschaft? Wo gibt es Unterschiede zwischen Regionen oder zwischen Unternehmen verschiedener Branchen und Größen? Wie hat sich die Digitalisierung der Wirtschaft in Deutschland auf diesen verschiedenen Ebenen entwickelt? Diese und weitere Fragen beantwortet der Digitalisierungsindex, indem er jährlich den digitalen Status quo der deutschen Wirtschaft abbildet.

Hier können Sie ausprobieren, welchen Einfluss Veränderungen bei einzelnen Indikatoren auf den Digitalisierungsindex haben können. Zur Experimentierfunktion

Messung der Digitalisierung der Wirtschaft am Standort Deutschland

Der Digitalisierungsindex misst den Stand der Digitalisierung der Wirtschaft am Standort Deutschland mithilfe von 36 Indikatoren. Diese bilden jeweils verschiedene Dimensionen der Digitalisierung ab. Sie zeigen damit ein umfassendes Bild des Status quo der Digitalisierung von Unternehmen sowie des Umfelds, indem diese aktiv sind. Aggregiert ergeben die Indikatoren einen Indexwert für die Digitalisierung der Wirtschaft in Deutschland insgesamt.

Eine Übersicht über den Aufbau des Digitalisierungsindex finden Sie hier.

Im ersten Betrachtungsjahr 2020 ist der Digitalisierungsindex für Deutschland auf den Wert 100 normiert.


Unterschiede bei der Digitalisierung

Die Digitalisierung ist nicht überall gleich weit fortgeschritten. Daher wird der Index – soweit möglich – nach Bundeslandgruppen, Regionstypen, Branchen und Unternehmensgrößen differenziert. Es lässt sich damit analysieren, welche Branche im Vergleich zu anderen besonders stark digitalisiert oder in welcher Bundeslandgruppe die Digitalisierung der Unternehmen besonders weit fortgeschritten ist.


Entwicklung der Digitalisierung

Der Digitalisierungsindex wird jährlich aktualisiert. Damit kann er seit 2021 auch die Entwicklung der Digitalisierung der Wirtschaft insgesamt sowie auf den einzelnen Differenzierungsebenen (Bundesland, Regionstyp, Branche, Unternehmensgröße) abbilden. Anhand der möglicherweise erzielten Fortschritte und beobachtbaren Defizite lassen sich dann Handlungsempfehlungen ableiten. Ziel ist es, die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Gestaltung der Digitalisierung der Wirtschaft in Deutschland zu schaffen.

Unternehmen haben die Digitalisierung selbst in der Hand – indem sie ihre Produkte und Dienstleistungen, ihre Prozesse und ihr Geschäftsmodell intern digitalisieren. Zudem sind für die Digitalisierung der Unternehmen auch die Rahmenbedingungen relevant, innerhalb derer die Unternehmen agieren.


Unternehmensinterner Subindex

Dieser Subindex bildet all diejenigen Aspekte der Digitalisierung ab, die sich auf die interne Perspektive der Unternehmen beziehen: Unternehmen können Prozesse, Produkte und Geschäftsmodelle digitalisieren oder sich mit Kunden sowie Zulieferern vernetzen. Aber auch die Qualifizierung der Beschäftigten und die Forschungs- und Innovationsaktivitäten der Unternehmen sind wichtig, damit Unternehmen die Potenziale der Digitalisierung heben können.


Unternehmensexterner Subindex

Die Rahmenbedingungen, in denen Unternehmen agieren, haben maßgeblichen Einfluss darauf, ob die Digitalisierung der Wirtschaft zu einer Erfolgsgeschichte wird. Dazu zählen die technische Infrastruktur sowie administrativ-rechtliche Rahmenbedingungen. Aber auch die Akzeptanz digitaler Produkte und Geschäftsmodelle in der Gesellschaft muss gegeben sein, damit überhaupt eine entsprechende Nachfrage vorhanden ist. Schließlich sind Humankapital in Form gut qualifizierter Fachkräfte und die Innovationslandschaft, innerhalb derer Unternehmen agieren, von Bedeutung. Auf diese externen Faktoren haben Unternehmen in der Regel keinen direkten Einfluss.

Die Digitalisierung der Wirtschaft verläuft in Deutschland nicht überall gleich. Es gibt sowohl regionale Unterschiede als auch Unterschiede nach Branche und Größe der Unternehmen. Dies berücksichtigt der Digitalisierungsindex durch verschiedene Differenzierungsebenen.

Der Digitalisierungsindex wird für Deutschland insgesamt sowie in vier Differenzierungsebenen ausgewiesen: nach Bundeslandgruppen, Regionstypen, Branchen und Unternehmensgrößenklassen.


Bundeslandgruppen

Die einzelnen Regionen in Deutschland unterscheiden sich zum Teil stark in ihrer Ausgangslage für die Digitalisierung der Wirtschaft. Dem trägt die Differenzierung nach Bundeslandgruppen Rechnung. Insgesamt werden vier Bundeslandgruppen unterschieden:

  • Bundeslandgruppe Süd: Baden-Württemberg und Bayern
  • Bundeslandgruppe West: Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Saarland
  • Bundeslandgruppe Nord: Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein
  • Bundeslandgruppe Ost: Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen

Branchen

Der Digitalisierungsindex erfasst insgesamt sieben Branchen beziehungsweise Branchengruppen, die unterschiedlich fortgeschritten in der Digitalisierung sind. Darunter befinden sich sowohl Industrie- wie auch Dienstleistungsbranchen. Folgende Branchengruppen werden unterschieden:

  • Grundstoffe, Chemie und Pharma
  • Elektrotechnik, Maschinen- und Fahrzeugbau
  • Sonstiges Verarbeitendes Gewerbe
  • Baugewerbe, Ver- und Entsorgung
  • IKT (Informations- und Kommunikationstechnologie)
  • Gesellschaftsnahe Dienstleister
  • Unternehmensnahe Dienstleister

Unternehmensgrößenklassen

Unternehmen unterschiedlicher Größe gehen unterschiedlich mit den Herausforderungen der Digitalisierung um und haben zudem verschiedene Potenziale. Deshalb unterscheidet der Digitalisierungsindex entsprechend der Definition der EU-Kommission die folgenden drei Größenklassen von Unternehmen:

  • Kleine Unternehmen (1-49 Beschäftigte)
  • Mittlere Unternehmen (50-249 Beschäftigte)
  • Große Unternehmen (mehr als 249 Beschäftigte)

Regionstypen

Die Standortanforderungen von Unternehmen sind heterogen. Daher können sowohl städtische als auch ländlich geprägte Regionen attraktiv für die Wirtschaft sein. Es existieren regionale Disparitäten, die eng mit den räumlichen Strukturen einer Region zusammenhängen. Um den Digitalisierungsgrad unter Berücksichtigung der Raumstrukturen zu erfassen, werden Regionen nach ihrer Einwohnerdichte unterschieden in:

  • Stadt
  • Land

Methodische Besonderheiten

Nicht alle Indikatoren sind auf jeder Differenzierungsebene verfügbar. Das führt dazu, dass der Index auf den vier Differenzierungsebenen jeweils weniger Indikatoren enthält als der Digitalisierungsindex für Deutschland mit seinen 36 Indikatoren. Die einzelnen Indexwerte der verschiedenen Differenzierungsebenen – Deutschland, Bundeslandgruppen, Regionstypen, Branchen und Unternehmensgrößen – sind somit nicht vergleichbar. Es lassen sich aber Bundeslandgruppen untereinander, Regionstypen untereinander, Branchen untereinander und Unternehmensgrößenklassen untereinander vergleichen.

Um die einzelnen Indikatoren des Digitalisierungsindex thematisch zu gruppieren, werden sie jeweils einer von zehn Kategorien zugeordnet. Fünf dieser Kategorien adressieren unternehmensinterne, fünf davon unternehmensexterne Aspekte. Sie bilden zusammen jeweils den unternehmensinternen beziehungsweise unternehmensexternen Subindex.


Unternehmensinterne Kategorien

Die Kategorien Prozesse, Produkte, Geschäftsmodelle, Qualifizierung und Forschungs- und Innovationsaktivitäten zählen zum unternehmensinternen Subindex.

  • Prozesse: Diese Kategorie beinhaltet, wie weit fortgeschritten die Digitalisierung der Prozesse in den Unternehmen ist. Dazu zählt auch, inwieweit sie ihre Unternehmensprozesse mit externen Unternehmen vernetzen.
  • Produkte: In dieser Kategorie wird abgebildet, ob die Unternehmen digitale Produkte und Dienstleistungen anbieten.
  • Geschäftsmodelle: Diese Kategorie erfasst, inwiefern Unternehmen ihre Geschäftsmodelle auf Digitalisierung stützen.
  • Qualifizierung: Diese Kategorie zeigt auf, ob die Unternehmen passend qualifiziertes Personal für die Digitalisierung beschäftigen und ob sie ihre Beschäftigten entsprechend weiterbilden.
  • Forschungs- und Innovationstätigkeit: Investitionen in Forschung und Entwicklung sowie Resultate von Forschungsaktivitäten mit Blick auf die Digitalisierung werden in dieser Kategorie erfasst.

Unternehmensexterne Kategorien

Zum unternehmensexternen Subindex gehören die Kategorien Technische Infrastruktur, Administrativ-rechtliche Rahmenbedingungen, Gesellschaft, Humankapital und Innovationslandschaft.

  • Technische Infrastruktur: Diese Kategorie bildet ab, wie die technischen Möglichkeiten – beispielsweise in Bezug auf Breitbandnetze – sind, um sich mit dem Umfeld und entlang der gesamten Wertschöpfungskette vernetzen zu können.
  • Administrativ-rechtliche Rahmenbedingungen: Diese Kategorie zeigt auf, inwieweit die Verwaltung an der Schnittstelle zur Wirtschaft digitalisiert ist.
  • Gesellschaft: Die Aufgeschlossenheit der Gesellschaft gegenüber der Digitalisierung der Wirtschaft wird in dieser Kategorie erfasst, um auch die Nachfrageseite sowie die Akzeptanz digitaler Anwendungen abzubilden.
  • Humankapital: Diese Kategorie betrachtet, inwieweit das Bildungssystem gut qualifizierte Fachkräfte für die Digitalisierung hervorbringt und inwieweit auf dem Arbeitsmarkt Personen mit digitalen Kompetenzen zur Verfügung stehen.
  • Innovationslandschaft: Diese Kategorie bildet ab, wie digital-innovativ die Umgebung ist, in der Unternehmen wirtschaften können und wie einfach der Zugang zu entsprechenden Forschungsergebnissen ist.

Allgemeines zu den Indikatoren

Auf der untersten Ebene des Digitalisierungsindex finden sich aussagekräftige Indikatoren, die verschiedene Dimensionen der Digitalisierung abbilden.

Insgesamt besteht der Digitalisierungsindex aus 36 Indikatoren. Diese sind zehn Kategorien zugeordnet, die jeweils hälftig aus dem unternehmensinternen und -externen Kontext stammen.

Genauere Informationen zu den einzelnen Indikatoren finden Sie hier: Glossar Indikatoren (PDF)

Dabei wurde methodengestützt eine fundierte Auswahl vorgenommen, damit der Digitalisierungsindex möglichst präzise den Stand der Digitalisierung der Wirtschaft misst.


Kriterien für die Indikatorenauswahl

Die Indikatoren wurden nach einer Vielzahl von Kriterien ausgewählt. Sie sollen vor allem die folgenden Eigenschaften erfüllen:

  • Relevant: Jeder Indikator leistet einen theoretisch-fundierten und zuverlässigen Beitrag zur Erklärung der Digitalisierung in Deutschland.
  • Interpretierbar: Die Indikatoren überlappen sich nicht. Jeder Indikator erlaubt eine klare Interpretation.
  • Verfügbar und aktuell: Jeder Indikator ist zugänglich, bildet den aktuellen Datenstand ab und wird im Idealfall jährlich neu erhoben.
  • Verlässlich: Jeder Indikator stammt aus einer verlässlichen Quelle, deren Methoden fundiert und transparent sind.
  • Vergleichbar: Indikatoren auf den verschiedenen Differenzierungsebenen stammen jeweils aus der gleichen Quelle, um kohärent (also schlüssig und zusammenhängend) zu sein.